Liebe Schwestern und Brüder in der Pfarrei Kastellaun,
liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,
die Tage der Karwoche führen uns hinein in die Tiefen menschlicher Erfahrung:
in Angst und Trauer, in Resignation und Zweifel. Wir gehen den Weg mit Jesus – von dem bejubelten Einzug in Jerusalem bis zum Kreuz auf Golgotha.
In der Bibel begegnet uns kein fernes Geschehen, sondern unsere eigene Wirklichkeit: Zeiten, in denen Sicherheiten zerbrechen, Hoffnung schwindet und die Frage nach Gottes Nähe schmerzlich offenbleibt.
Vieles davon kennen wir auch heute: persönliche Sorgen, Unsicherheit, das Gefühl, ausgeliefert zu sein.
Wir leben in einer Welt, in der Aggression und Gewalt ständig zunehmen.
Es ist eine Zeit großer Umbrüche, in der gewohnte Ordnungen und Denkmuster sich auflösen.
Karfreitag erinnert uns daran, dass Gott auch im Leid gegenwärtig ist. In Jesus Christus sehen wir einen, der Angst kennt, der verlassen scheint, der Trauer und Tod nicht ausweicht. Gott selbst geht in die dunkelsten Stunden menschlichen Lebens hinein. Das ist eine tiefe Gotteserfahrung: Wir sind in unserer Not nicht allein.
Doch die Karwoche endet nicht im Grab.
Ostern ist das Fest des Aufbruchs, der Rettung und der Auferstehung. Gott verwandelt Resignation in Hoffnung, Trauer in neue Zuversicht, Angst in Vertrauen. Die Auferstehung Jesu ist mehr als ein fernes Wunder – sie ist die Zusage, dass Leben stärker ist als Tod, Licht stärker als Finsternis und Liebe stärker als jede Macht der Zerstörung.
So wünschen wir Ihnen in diesen heiligen Tagen die Erfahrung, dass Gott gerade in schwierigen Zeiten nahe ist. Möge die Botschaft von Ostern unser Herz berühren, uns aufrichten und uns Mut schenken zum Aufbruch in neues Leben.
Frohe und gesegnete Ostern!
Werner Wagner, Gemeindereferent










